Jubiläums-Mitgliederversammlung
Garten-, Landschafts- und Sportplatzbau 2024 in Baden-Württemberg: leichter Anstieg beim Umsatz, Stabilisierung weiterer Kennzahlen auf hohem Niveau

Das Jubiläumsjahr 2025
Die Jahresmitgliederversammlung unter dem Motto „ZUSAMMEN.ZUKUNFT.GESTALTEN“, 50 Jahre Verband Garten-, Landschafts- und Sportplatzbau Baden-Württemberg e. V. (VGL) in Leinfelden-Echterdingen, war der offizielle Auftakt für das Jubiläumsjahr. So viele Mitglieder wie noch nie in der Verbandsgeschichte sind der Einladung gefolgt. Der Jubiläumsfilm, der zu diesem Anlass zum ersten Mal der Öffentlichkeit präsentiert wurde, fasst ein halbes Jahrhundert unternehmerischen Erfolgs zusammen. Zahlreiche Ausschnitte aus der Verbandsgeschichte sowie der Zukunft transportieren das Leitbild eines innovativen Unternehmerverbands und seiner Mitglieder. Die wöchentliche Social Media-Serie „50 Jahre – 50 Persönlichkeiten – 50 Botschaften“ begleitet mit persönlichen Statements engagierter Mitgliedsbetriebe sowie geschätzter Partner und Persönlichkeiten aus dem Umfeld über das gesamte Jubiläumsjahr hinweg. Darunter finden sich auch so bekannte Gesichter wie das des Landesoberhaupts Winfried Kretschmann (www.galabau-bw.de/jubilaeumsfilme). Im Sommer nutzt der VGL die Gartenschau Tal X Freudenstadt und Baiersbronn für ein Jubiläums-Sommerfest mit seinen Mitgliedern und ehrt besondere Menschen für ihre ehrenamtlichen Verdienste. Mit Aktionen wie 50 Bäume für Baden-Württemberg und 50.000 Blumenzwiebel für Leinfelden-Echterdingen, dem Sitz der Geschäftsstelle, wird „The Länd“ noch ein bisschen grüner und attraktiver. Zudem führt jede der 12 Regionen eigene Jubiläumsaktionen oder Veranstaltungen im regionalen Rahmen durch.
Zahlen, Daten und Fakten 2024
Der Umsatz des Garten-, Landschafts- und Sportplatzbaus stieg im Jahr 2024 in Baden-Württemberg auf 2,05 Milliarden Euro und somit um ein Prozent. Bundesweit erhöhte sich der Nominalumsatz auf 3,05 Prozent (10,65 Milliarden Euro). Die Anzahl der im Verband Garten-, Landschafts- und Sportplatzbau Baden-Württemberg e. V. organisierten Fachbetriebe fiel erneut leicht auf 795 Unternehmen, was vor allem an der hohen Zahl altersbedingter Betriebsaufgaben und einzelner Insolvenzen lag. Die Zahl der Ausbildungsverhältnisse stabilisierte sich mit 1.286 Azubis (2023: 1.322) auf einem recht hohen Niveau. Die 467 neuen Ausbildungsverträge sind dem Engagement der Ausbildungsbetriebe sowie der permanenten Nachwuchswerbung zu verdanken. Elf neu anerkannte Ausbildungsbetriebe wagen das Abenteuer Ausbildung, hier gäbe es noch weiteres Potenzial in den Betriebsgruppen I und II. Der Garten- und Landschaftsbau ist ein beliebter Arbeitgeber, was die Zahl der gewerblich Beschäftigten auch in Baden-Württemberg leicht auf 15.080 steigen ließ. Der Bedarf wäre weit höher, doch der Mangel an Fachkräften hemmt hier das Wachstum. Eine leichte Steigerung zeigt der Umsatzanteil privater Auftraggeber mit 62 Prozent (2023: 61 Prozent). Der Anteil des gewerblichen Wohnungsbaus nimmt seit 2020 beständig ab und lag 2024 bei 9 Prozent, was die schlechte Konjunktur im Baubereich treffend spiegelt. Auch die Aufträge aus der Industrie fielen um ein Prozent auf insgesamt 5 Prozent. Die Öffentliche Hand blieb mit 19 Prozent konstant. Sehr erfreulich ist der erneute Anstieg der Fördermitglieder um fünf Prozent auf insgesamt 177 Firmen, welche die berufsständische Arbeit unterstützen.
Der positive Blick in die Zukunft
Die Despoten dieser Welt erschüttern uns laufend mit neuen Hiobsbotschaften. Es benötigt eine große Portion Resilienz, Stärke und Zuversicht, um die demokratischen Grundrechte in Deutschland, aber auch in Europa zu verteidigen. „Jede und jeder einzelne von uns muss deshalb wieder mehr Verantwortung übernehmen und sich den Diskussionen stellen. Thomas de Maiziere erklärte das einmal sehr anschaulich: „Wir haben viel zu viele Meinungen, die oft ohne Kenntnis der Fakten und Tatsachen verbreitet werden. Jeder kennt die unsäglichen Auswirkungen: Wir dagegen zeigen viel zu wenig Haltung! Mit Haltung meine ich Respekt und Maß! Mit Haltung meine ich meine Einstellung, die sagt: Verantwortung beginnt bei mir!“, eröffnete Joos seine Rede.
„Wir müssen die Ansprüche an uns selbst erhöhen. Wir brauchen wieder mehr „Bock auf Leistung“, wir müssen wieder neugieriger werden und Innovationen wagen, die uns neue Märkte erschließen und neue Technologien entwickeln. Wir haben Produkte, die begeistern und wir machen die Welt damit ein Stück lebenswerter, denn ohne unsere grünen Dienstleistungen verlieren unsere Städte weiter an Attraktivität“, führte Joos gleich zu Anfang aus und begründet damit, dass der GaLaBau weiterhin zuversichtlich und optimistisch und mit dem Willen nach einer besseren Zukunft nach vorne blicken darf. Krisenzeiten sind Unternehmerzeiten! „Jetzt sind wir gefragt. Wir müssen die Ärmel hochkrempeln, anpacken und unsere Zukunft mitgestalten, durch klare Forderungen an die Politik. Wir müssen uns noch mehr anstrengen, junge Menschen, vor allem auch Frauen und ebenso Quereinsteiger für unseren sinnstiftenden Beruf zu begeistern“, ergänzte Joos. Moderne Arbeitszeitmodelle, eine optimale Baustellenvorbereitung sowie -abwicklung und -abrechnung werden zusammen mit einem realistischen Kalkulationsverhalten die Ertragskraft steigern. „Das verschafft uns „Luft“ für wichtige Zukunftsinvestitionen und wir als Unternehmer haben das in unserer Hand“, so Joos. Dennoch benötigt es aus der Politik ermutigende Entscheidungen, um die Wirtschaft wieder ans Laufen zu bringen. „Eine leider wenig ermutigende Entscheidung ist das Thema Maut. Doch wir lassen bei dieser Ungerechtigkeit nicht locker und klären dies über den Bundesverband (BGL) vor Gericht“, versprach Joos.
Bildungseinrichtungen
An der LVG in Heidelberg wurde eine zusätzliche Stelle für die Kooperation mit der Dualen Hochschule in Mosbach geschaffen. Ebenso hat sich die DEULA in Kirchheim unter Teck sehr positiv entwickelt. „Diesen Rohdiamanten werden wir gemeinsam und auch dank der Unterstützung durch das MLR die nächsten Jahre noch zum Strahlen bringen. Er soll zum modernsten grünen Dienstleistungszentrum in Deutschland werden. Zurzeit wird zudem diskutiert, ob wir unseren Verbandssitz für weitere Synergieeffekte an die DEULA verlagern“, verriet Joos. „Unfassbar ist jedoch, dass es mit dem Neubau der Staatsschule für Gartenbau in Stuttgart-Hohenheim nicht vorangeht. Trotz des Doppelhaushalts 2025/2026 mit 50 Millionen Euro bekommt die Stadt Stuttgart weder den Bebauungsplan noch eine Baugenehmigung auf die Reihe und jetzt blockieren sich die Stadt Stuttgart und die Finanzverwaltung Baden-Württemberg gegenseitig. Das ist ein einziges Trauerspiel, aber wir bleiben am Ball und halten durch“, versprach der Vorstandsvorsitzende.
Personell gab es beim VGL jede Menge Veränderungen, da fünf bewährte Kräfte in den letzten Jahren in den Ruhestand gingen. Es konnten jedoch gute Nachwuchskräfte gewonnen werden. „Doch der Wandel ist noch nicht zu Ende. Geschäftsführer Reiner Bierig wechselt Ende des Jahres ebenfalls in den Ruhestand und übergibt den Staffelstab an Marco Riley, der in diesem Jahr Schritt für Schritt mehr Verantwortung übernimmt und ab 2026 alleiniger Geschäftsführer des VGL sowie der DEULA gGmbH sein wird“, eröffnete Joos. Abschließend lobte der Vorstandsvorsitzende die vertrauensvolle Zusammenarbeit zwischen Ehrenamt und Hauptamt, die diesen Verband auszeichnet und bedankte sich für die hundertprozentige Verlässlichkeit bei Reiner Bierig, der mit seiner sympathischen und konstruktiven Art in über 31 Jahren den Verband stetig vorangebracht hat.
Ausblicke
Veränderungen bedeuten Herausforderungen, aber auch neue Chancen. „Die Weichen für eine weiterhin gute Entwicklung der nächsten Jahre sind gestellt, neue Organigramme im VGL und an der DEULA Baden-Württemberg sowie die VGL-Klausurtagung haben hierfür wichtige Impulse geliefert“, erläuterte Geschäftsführer Reiner Bierig für den erkrankten Marco Riley, der sich freut, den VGL ab 2026 führen zu dürfen. „Jede, jeder von Ihnen ist Teil dieser gemeinsamen Entwicklung, denn nur zusammen sind wir stark. Sicherlich wird uns hier oder da eine weitere Portion Flexibilität abverlangt werden, aber das sind wir ja aus dem Baustellenalltag gewohnt. Unser Ziel ist es, den Verband zukunftssicher aufzustellen – mit Ihnen. Ich freue mich auf die Zusammenarbeit mit knapp 800 Mitgliedsbetrieben sowie den Teams in Leinfelden-Echterdingen, Heidelberg und unserem Bildungszentrum, der DEULA in Kirchheim unter Teck“, übermittelte Bierig für Riley den Mitgliedsunternehmen.
Staatsmedaillen in Gold
Für ihr unglaubliches ehrenamtliches Engagement in der Branche des Garten-, Landschafts- und Sportplatzbaus in Baden-Württemberg ehrte Peter Hauk, Minister für Ernährung, Ländlichen Raum und Verbraucherschutz, die ehemalige stellvertretende Vorstandsvorsitzende des VGL, Uschi App aus Unlingen, die mittlerweile im Präsidium des Bundesverbands Garten-, Landschafts- und Sportplatzbau e.V. (BGL) für die Öffentlichkeitsarbeit zuständig ist, in einer sehr emotionalen Rede und überreichte ihr feierlich die Staatsmedaille in Gold.
Auch Paul Saum aus Hohenfels, ehemaliger Vorstand für Öffentlichkeitsarbeit im VGL BW sowie bis letztes Jahr aktiv als Vizepräsident im BGL, wurde diese Ehre für sein berufsständisches Engagement zuteil. Saum hatte während seiner Amtszeiten immer die Ausbildung sowie das Wohlergehen aller Beteiligten im Blick und war sichtlich gerührt von dieser besonderen Auszeichnung durch Minister Hauk und das Land Baden-Württemberg.
Die dritte Staatsmedaille in Gold erhielt der ehemalige stellvertretende Vorstandsvorsitzende (zuständig für Bundesangelegenheiten) Erhard Schollenberger aus Ladenburg. 31 Jahre war er insgesamt in unterschiedlichen Ehrenämtern für den VGL BW aktiv, baute Gärten auf der BUGA in Heilbronn und Mannheim, die Millionen von Besuchern beeindruckten und zu mehr Grün inspirierten. Schollenberger war überwältigt von dieser besonderen Anerkennung und freute sich ebenfalls riesig.
Ehrung der „Deutschen Meister“
Mika Lerch, ehemals Auszubildender der Thomas Heumann GmbH in Weinstadt, und Bastian Maichle, damals Auszubildender bei der Link GmbH in Fellbach, landeten beim bundesweiten Landschaftsgärtner-Cup 2024 auf der Messe GaLaBau in Nürnberg souverän auf dem Siegertreppchen. Im Fokus der Wettbewerbsaufgabe standen aktuelle Trends wie Biodiversität und klimagerechte Gestaltung. Ein naturnaher Garten für Menschen, Tier- und Pflanzenwelt als Rückzugsort mit Sitzmauer, einem „Lebensturm“ als Insektenhotel, Holzsteg, Pflasterfläche und einer aufwendigen standortgerechten Pflanzung waren die Herausforderungen der Planung. Die Besten der Besten aus 12 Bundesländern waren angetreten, um in 15 Stunden auf einer Fläche von 4 x 4 Meter einen Garten auf höchstem Niveau zu bauen. „Dieser Wettbewerb zeigte, was unser Berufsnachwuchs fähig ist zu leisten“, freute sich Albrecht Bühler als Vorstand Ausbildung/Fachkräftesicherung. Bühler gratuliert beiden Betrieben für das großartige Engagement während der Ausbildung, aber auch für die intensive Vorbereitung zum baden-württembergischen und zum bundesweiten Landschaftsgärtner-Cup. Die Ehrung auf der Bühne und die Übergabe im Berufsalltag nützlicher Geschenke übernahm Minister Peter Hauk MdL (MLR) zusammen mit Albrecht Bühler.
Ehrungen Ausstellungsbetriebe Landesgartenschau Wangen/Allgäu
Die Landesgartenschau in Wangen war über 164 Veranstaltungstage ein voller Erfolg mit knapp einer Million Besucher. Von der zukunftsfähigen Stadtentwicklung profitieren vor allem die Wangener, denn es gibt mehr Wohnraum, neue Arbeitsplätze und jede Menge neues Grün in Form wertvoller Daueranlagen. Die zehn „Allgäuer Schaugärten an der Argen“, gebaut von baden-württembergischen und bayerischen Fachbetrieben aus der Region, präsentierten sich dem begeisterten Publikum naturnah, nachhaltig und nutzbar. „Diese wunderschönen klimafitten Themengärten an der Argen waren eines der Highlights dieser Gartenschau. Wir blicken als VGL auf ein sehr erfolgreiches Gartenschaujahr mit vielen, auch politisch motivierten Veranstaltungen im schönen Allgäu zurück,“ erklärte der stellvertretende Vorstandsvorsitzende Bernd Hopp, zuständig für Gartenschauen. Er bedankt sich bei den Betrieben auf der Bühne für ihre innovativen und hochwertigen Beiträge sowie für die betriebliche Präsenz über das gesamte Gartenschaujahr hinweg. Zudem freute sich Hopp, dass das MLR bereits über die Ausschreibung von Gartenschauen ab dem Jahr 2037 nachdenkt, was einen weiteren positiven Blick in die Zukunft beschert.
Gartenschau Tal X im Schwarzwald
Am 23. Mai 2025 eröffnet die Gartenschau Tal X Freudenstadt und Baiersbronn ihre Tore bis zum 12. Oktober. Das verbindende Forbachtal wird auf seiner Länge von acht Kilometern zum Urschwarzwälder Gartenschaugelände. Bergbau, Waldwirtschaft und Industrie sind hier noch immer gegenwärtig, Wiesen, Auen, Teiche und der Forbach prägende Elemente. Vier regionale Garten- und Landschaftsbaubetriebe sind mit wunderbaren Schaugärten direkt „in den Forbachgärten“ mit dabei. Der fünfte Garten ist der Garten unserer Talente. Geplant von einer Landschaftsarchitektur-Studentin der Kienleplan GmbH in Leinfelden-Echterdingen, wurde er mit insgesamt 18 Auszubildenden aus 12 regionalen Ausbildungsbetrieben realisiert. Vier Wochen waren die Jugendlichen unter der Bauleitung von Fabian Roller, Ausbildungsbeauftragter der Region Nordschwarzwald, sehr selbstständig mit der Umsetzung beschäftigt.
Die Landesgartenschau Ellwangen 2026 steht bereits in den Startlöchern. Am 18. März 2025 findet der Spatenstich zum Bau der acht Schaugärten durch insgesamt 11 regionale Fachfirmen statt.
Der VGL BW bedankt sich für die Vorstandsarbeit
„Heute gilt es Danke für 11 Jahre engagierte Vorstandsarbeit zu sagen und Abschied von Erhard Schollenberger, unserem stellvertretenden Vorstandsvorsitzenden für Bundesangelegenheiten, zu nehmen“, führte Joos aus. Seit 31 Jahren war Erhard Schollenberger im Ehrenamt für den VGL tätig. Sein Einsatz sowie seine Begeisterung für den Garten- und Landschaftsbau in seinen Ehrenämtern waren stets vom Herzblut für die Brache geprägt. Der Einstieg ins Ehrenamt war der stellvertretende Vorsitz der Region Unterer Neckar, keine einfache Zeit, da geprägt von der Abkehr zahlreicher Fachbetriebe und der Gründung der „Vereinigung Kurpfälzer Landschaftsgärtner“. „Erhard, es ist auch dein Verdienst, dass sich dieses Blatt wieder gewendet hat“, freute sich Joos. Seit dem Jahr 2014 gehörte Schollenberger dann dem Vorstand des VGL an und seit 2016 trug er als stellvertretender Vorstandsvorsitzender die Verantwortung für Baden-Württemberg im Bundesverband. Unter seinem persönlichen Motto: „Alles hat sein Gutes, man muss seine Gegenüber einfach nur verstehen“, nahm er an rund 80 Vorstandssitzungen, 40 Hauptausschusssitzungen im Land und 30 auf Bundesebene teil. Nicht zu vergessen zahlreiche Klausurtagungen, Delegiertenversammlungen, Parlamentarische Abende, Pressekonferenzen, Meisterbriefübergaben sowie jede Menge öffentlichkeitswirksamer Auftritte. Ganz vorne mit dabei war Schollenberger zudem bei der Gartenschau in Ladenburg sowie den beiden BUGAs in Heilbronn und „seiner“ in Mannheim. „Lieber Erhard, du bist in unserer Branche bekannt als „Feel good“-Botschafter und Brückenbauer und diese Eigenschaften machen dich einmalig. Wir verlieren einen sehr besonderen Menschen und Unternehmer in unserem Vorstand“, waren Joos wertschätzende Worte. „Wir sind uns sicher, dass du deinem Landesverband nicht den Rücken kehren wirst und bestimmt finden wir eine Aufgabe, bei der du deine Stärken als Verbandsbotschafter einsetzen kannst“, verabschiedete Joos Erhard Schollenberger im Namen des gesamten VGL-Vorstands sehr herzlich.
Der VGL bedankt sich für die Regionalarbeit
Christian Braun gründete 2003 sein „Braun-Gartenforum“ in Hochdorf bei Nagold im Nordschwarzwald. Bereits 2004 wurde er Mitglied im VGL und 2017 zum Regionalvorsitzenden der Region Nordschwarzwald gewählt. „Um die Verbandskollegen regelmäßig zu den Regionalversammlungen zu bewegen, waren Braun und seine Kollegen nie um ein abwechslungsreiches Programm von der Brauereibesichtigung über eine Nachtwächterführung bis zum gemeinsamen Maultaschenessen verlegen“, wusste Philipp Erhardt, VGL-Vorstand Markt und Wirtschaft, schmunzelnd zu berichten. Vorbereitungskurse zur Abschlussprüfung, zahlreiche Ausbildungsmessen sowie herausragende Freisprechungsfeiern initiierte Braun während seiner ehrenamtlichen Tätigkeit. Der eigene Schaugarten bei der Landesgartenschau in Nagold, der dank einer Kooperation mit dem SWR im ganzen Land zu sehen war, gehörte sicherlich zu den Höhepunkten seiner Öffentlichkeitsarbeit als Unternehmer im Ehrenamt. Philipp Erhardt dankte Christian Braun mit dem Keramik-Signum für sein großartiges Engagement über zwei Wahlperioden sowie für die aktuelle Unterstützung – auch ohne Ehrenamt – auf der Gartenschau im Tal X zwischen Freudenstadt und Baiersbronn.
Im Jahr 2019 wurde Johannes Buck zum stellvertretenden Vorsitzenden der Region Stuttgart gewählt. Der junge Unternehmer und Familienvater gründete sein Unternehmen 2009 und beschäftigt mittlerweile über 35 Mitarbeitende. Er machte manches anders, brach starre Strukturen auf und sorgte mit seinen Ideen immer für neue Impulse. So manche Baustelle wird da schon mal zum Kraftakt bis in die Nacht hinein, denn „geht nicht“, gibt es nicht im Unternehmen Buck, das von einem ziemlich busy Chef umgetrieben wird. Bucks tatkräftige Mitarbeit beim Garten der Region mitten im Dorotheenquartier in Stuttgart, seine Unterstützung als Schaugärtner bei den Messeauftritten des VGL auf der Garten outdoor ambiente sowie beim Regionengarten Stuttgart auf der BUGA in Heilbronn sollten hier nicht unerwähnt bleiben. „Deshalb verabschieden wir Johannes Buck auch gar nicht wirklich, sondern würdigen sein bisheriges Engagement und hoffen, dass dies lediglich ein Abschied auf Zeit ist“, erklärte Christoph Walker, VGL-Vorstand Digitalisierung, und überreichte auch Buck das Keramik-Signum.
Wiederwahlen und Neuwahl
Das Amt des Vorstandsvorsitzenden stand zur Wahl an. Der amtierende Martin Joos stellt sich erneut zur Verfügung und wurde von den stimmberechtigten Mitgliedsbetrieben im Amt für drei weitere Jahre bestätigt.
Ebenso war das Amt des stellvertretenden Vorstandsvorsitzenden für Bundesangelegenheiten sowie Landschaftsgärtnerische Fachgebiete im VGL durch das Ausscheiden von Erhard Schollenberger zu besetzen. Zum stellvertretenden Vorstandsvorsitzenden Bundesangelegenheiten wählten die stimmberechtigten Mitglieder den amtierenden Vorstand Finanzen, Wolfgang Weber. Die Landschaftsgärtnerischen Fachgebiete übernimmt durch die Wahlentscheidung der Mitglieder nun Vorstand Christoph Walker, vorher zuständig für Digitalisierung. Philipp Erhardt, Vorstand Markt und Wirtschaft, wurde durch eine mögliche Wiederwahl von den Mitgliedern in seinem Amt bestätigt.
Maximilian Böttinger, der zusammen mit seinem Vater Detlef Böttinger die Geschäfte der Böttinger GmbH in Dossenheim führt, wurde neu zum Vorstand Digitalisierung gewählt.
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